SOFIA_AG bei der Yuri’s Night

von Waffenschmidt

Die SOFIA-AG des GDG präsentiert SOFIA bei der Yuri’s Night im Planetarium Stuttgart

Am 29. April im Planetarium Stuttgart war es wieder so weit:

Namensgeber der Veranstaltung ist Yuri Gagarin. Am 12. April 1961 hat er als erster Mensch in seinem Raumschiff Wostok 1 die Erde umrundet. Die Yuri’s Nights zur Feier dieses Ereignisses sind eine weltweite Bewegung.

„Wir möchten damit Begeisterung für die Raumfahrt wecken, aber auch für Naturwissenschaften und Technik“, sagt Emil Nathanson, Doktorand und einer der Organisatoren.

Die AG demonstrierte, welche Möglichkeiten sich in der Beobachtung kosmischer Objekte ergeben, wenn man langwellige infrarote Strahlung, also „Licht“, das man mit bloßem Auge nicht sehen kann, detektiert. Die Teilnehmer der AG erklärten den hochinteressierten Besuchern die Technik des Flugzeugs und des Teleskops und zeigten auf, wie man unsichtbare Strahlung sichtbar machen kann. Dies erweiterten sie auf den kurzwelligen Teil des Spektrums, dem UV-Licht und machten auf die Gefahren dieser Strahlung aufmerksam.

Wer wollte, konnte sich von den Schülern mit einer thermischen Infrarotkamera fotografieren lassen und das Bild ausgedruckt mit heimnehmen.

An anderen Stationen präsentieren sich unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Württembergische Ingenieurverein (VDI).

Durch die gut besuchten Gänge streifen den ganzen Tag Protagonisten aus Star Wars: wer sich traut, durfte mit dem Leuchtschwert gegen Darth Vader antreten.

Am Sojus-Simulator des Instituts für Raumfahrtsysteme (IRS) konnte man versuchen, die Sojus-Kapsel an die ISS anzudocken.

Begeisterung war im Planetarium an jeder Station zu spüren. Die Kleinen erfreuten sich vor allem an den Mitmachstationen. Die Erwachsenen lauschten fasziniert den Ausführungen von Referenten wie dem Wissenschaftsastronauten Reinhold Ewald. Der gebürtige Kölner studierte Physik, wurde ins deutsche Astronautenteam berufen und flog 1997, als Teil der zweiten deutsch-russischen Mission MIR ’97, ins Weltall.

„Der Blick auf die Erde vom Weltall aus berührt einen zutiefst“, sagte er am Ende seines Vortrages. Er zeigt Bilder, aufgenommen bei der Umrundung der Erde: der Blick auf die Kanaren, auf den afrikanischen Kontinent, Gibraltar, über die Alpen, entlang des Nils.

Die Erdkugel vom Weltall aus zu sehen sei eine völlige Verrückung der Perspektive, sagt Ewald. Viele Konflikte seien von dort aus wenig verständlich. „Vielleicht sollten wir jeden Politiker einmal ins Weltall schicken. Sie würden sehen, dass das Boot, in dem wir gemeinsam sitzen, gar nicht mal so groß ist“, sagt Nathanson. Zumindest die Besucher der Yuri’s Night haben davon am Samstagnachmittag einen Eindruck bekommen.

Für ihr großes Engagement erhielten die AGler im Anschluss Freikarten für den Besuch des Planetariums, überreicht vom Direktor des Planetariums Dr. Uwe Lemmer.

Die nächste Yuri’s Night findet 2018 statt, die SOFIA-AG ist dann wieder dabei!

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