Schüler besuchen die Innovationswerkstatt von Daimler

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Am Mittwoch, den 1. Juni 2011 waren wir zu Besuch in der Innovationswerkstatt in Böblingen. Um 8:00 Uhr traf sich unsere Klasse sich am Bahnhof in Bad Cannstatt, doch anfangs gab es Missverständnisse, auf welchem Gleis wir uns treffen wollten. Manche dachten, wir sollten zu Gleis 1 kommen, da dort auch ein Zug Richtung Böblingen fuhr. Schließlich war dann aber die ganze Klasse doch an Gleis 2 versammelt.

Als wir in der Innovationswerkstatt ankamen, mussten wir unsere Handys in eine Kiste legen und unsere Namen samt Geburtsdatum in eine Tabelle eintragen. Danach bekamen wir Karten ausgeteilt, die wir an einen Automaten halten mussten, sozusagen als eine Art Eintrittskarte.
Daraufhin mussten wir uns Namensschildchen anheften, als sich die Angestellten vorstellten und uns anboten, sie zu duzen. Da gab es Yvonne, Anne, Istvan und ein paar andere.

Was genau ist Kreativität?

Wir bekamen Butterbrezeln, Apfel- und Orangensaft und durften uns hinsetzen, denn Istvan führte uns eine Powerpoint-Präsentation vor, in der die Frage lautete: „Was genau ist Kreativität?“ Dazu gab es ein Bild von einer rot, pink und lila gefleckten Katze, die ein Grundschulkind gemalt hatte und ein Bild von neuartigen Autos. Beides ist kreativ, aber eben auf eine jeweils verschiedene Weise. Beides verlangt Ideenreichtum, Fantasie und eine ungewöhnliche Denkweise.
Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt, in denen wir ein besonders schreckliches und ein besonders gutes Auto skizzieren sollten.
Unser besonders schreckliches Auto hieß „Spiderschwein“, hatte kein Dach, feuchte Sitze, ein hässliches Muster und billige Felgen, kaputte Reifen und war dreckig. Dem guten Auto hingegen fehlte nichts. Es hatte Beinfreiheit, Getränkehalter, Ledersitze, schöne Felgen, glänzenden Lack, eine Stereoanlage und konnte schnell fahren.

Ein Auto für Tussis und verwöhnte Jungs

Nochmals wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten uns zwei Charaktere ausdenken, ein zehn- und ein fünfzehnjähriges Kind, die mit ihren Eltern lange mit dem Auto unterwegs sind. Wir kamen auf eine fünfzehnjährige Tussi, die immer ihr Schminkset dabei hat, sich von den Eltern benachteiligt fühlt und sich ständig um ihr Aussehen Gedanken macht. Außerdem auf einen zehnjährigen, hyperaktiven, schlecht erzogenen, verwöhnten Sohn, der es nicht lassen kann, andere Leute zu ärgern. Schließlich mussten wir uns Dinge ausdenken, die die Fahrt für die Kinder erträglicher machen und die man im Auto anbringen kann. Wir entschieden uns für eine Trennwand zwischen den Kindern, Internetanschluss und Kotztüten (für Mitfahrer mit empfindlichem Magen). Nachdem wir unsere Ideen alle vorgestellt hatten, gingen wir Mittag essen.

Nach dem Essen haben wir eine Art „Ideenrunde“ gemacht: An verschiedenen Tafeln hingen Fragen, die Ideen zur Verbesserung des Autos anregen sollten. Wir gingen in Zweiergruppen zusammen und schrieben in Tabellen das auf, was
uns zur jeweiligen Frage einfiel. Nach ungefähr 2 Minuten gab es einen Wechsel und wir mussten zu einer anderen Tafel gehen. Die Fragen lauteten zum Beispiel: „Wie könnte man die Fahrt für die Kinder spannender machen?“. Nach dieser Runde sollten wir Skizzen von diesen Verbesserungen machen und diese dann vorstellen.

Am Ende bekamen wir Muffins und nach dem Feedback durften wir letztendlich wieder nach Hause gehen. Ich fand den Ausflug sehr interessant, denn ich hätte nie gedacht, dass man auch im Gebiet Auto sehr viel Kreativität und Ideenreichtum an den Tag bringen muss.

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