Vortrag über Autonomes Fahren

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Vortrag über autonomes Fahren

"Technisch ist schon viel realisierbar." Im Rahmen unserer Bildungspartnerschaft mit Genius hielt Alexander Schaab, Ingenieur der Daimler AG einen Vortrag vor 104 Schüler und Schülerinnen der 9. Klasse zum Thema Autonomes Fahren.

Autonomes bzw. teilautonomes Fahren wird ermöglicht durch eine Vielzahl von Fahrassistenzsystemen, deren Sinne hauptsächlich Radarsensoren unterschiedlichster Bauart sind. In kurzen Videosequenzen wurde die Bedeutung und Funktionsweise der Spurwechsel-, Spurhalte-, Notbrems-, Lenk-, Totwinkel-, Abstands (DISTRONIC)- und Einparkassistenten gezeigt.

Technische Entwicklung braucht Zeit. Die Entwicklungszeit eines Sensors umfasst mehrere Jahre. Damit ein Radarsensor die empfangenen elektromagnetische Strahlungen als Fußgänger, fahrendes oder stehendes Auto, als Baum oder Fahrbahnbegrenzungen interpretieren kann braucht es unter anderem ca. 1 Million Codezeilen in der Software. Alle Sensoren eines Autos bringen es so auf mehrere Millionen programmierte Zeilen.
Es ist klar, dass für die Entwicklung eines Sensors unzählige Teams auf der ganzen Welt zusammenarbeiten. Neben den mathematisch-naturwissenschaftlichen Kenntnissen muss ein Ingenieur auch Fremdsprachenkenntnisse und Teamfähigkeit mitbringen.

Um autonomes Fahren zu verwirklichen sind nicht nur technische Probleme, sondern auch gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen zu klären. So ist z.B. für die Nutzung eines Wellenlängenbereiches für die Radarsensorik die Zulassung in allen Ländern der Erde einzuholen. Rechtliche und versicherungstechnische Fragestellungen ("Wer ist schuld, wenn ein autonom fahrendes Auto einen Unfall verursacht?") sind zu klären. Die zunehmende Digitalisierung des Autos bringt zusätzliche Gefahren mit.

Herr Alexander Schaab hat es in seinem 60 Minuten dauerndem Vortrag super verstanden, den Schülern die Breite einer technischen Entwicklung und die dazugehörende Arbeit eines begeisternden Ingenieurs aufzuzeigen.

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