Exkursion nach Dachau

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Kalt, nass und beängstigend

Kalt, nass und beängstigend, die Worte  beschreiben den Ort am besten. Die Klassenstufe 9 besuchte am vergangenen Donnerstag das Arbeits- und Konzentrationslager in Dachau, 20 km von München entfernt.

Bei stürmischen und kaltem Wetter fuhren wir gemeinsam mit dem Bus nach Dachau, um uns dort vor Ort direkt über die Geschichte der dort Inhaftierten zu informieren. In drei Führungen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Lager, das 1933 errichtet worden war und als Vorbild über Deutschlands Grenzen hinaus war. Journalisten aus Amerika und Europa besuchten damals wie heute das Lager und machten sich ein Bild. Beängstigend und abscheulich waren die ersten Eindrücke, die sich festsetzten. Mit welcher Grausamkeit wurde vorgegangen? Von welchen Einzelschicksale werden wir erfahren? Wie muss man sich das Leben hier vorstellen? Diese und viele andere Fragen wurden besprochen.

Das Eingangstor mit der Inschrift „Arbeit macht frei“, das vor einigen Jahren gestohlen und später in Norwegen wieder aufgetaucht ist, die Baracken der Häftlinge, die Räumlichkeiten der SS, Folter, Gefängnis, Krematorium, Aufarbeitung der Geschichte – bei Regen und stürmischen Winden waren wir alle wie gefesselt von den vielen Erzählungen. Auch wenn alles sehr beängstigend war, fanden die Schülerinnen und Schüler schnell wieder zu Worten und konnten sich aktiv mit diesem Teil der Deutschen Geschichte auseinandersetzen. Und aufwärmen konnten wir uns im Bus im Anschluss auch sehr gut, dank dem netten Busfahrer.

Abgerundet wurden die Führungen durch ein großes Lob von Seiten der Guides, die selten so aufmerksame, informierte und diskussionsfreudige Schülerinnen und Schüler erleben. Damit fährt man doch gerne nach Hause.

Wir bedanken uns für die gelungene Exkursion bei allen Beteiligten.

Text: S. Geßner, C. Gibson, T. Stolle

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